Saxophon - Gitarre – „Take five“ von Paul Desmond - ein Musikstück im 5/4-Takt. Dies ist schon ungewöhnlich, da hört man eher hin. Rund 450 Besucherinnen und Besucher waren in die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde nach Berlin-Schöneberg gekommen. Auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedensten Einrichtungen der Immanuel Diakonie Group besuchten den Gottesdienst. Der mittlerweile dritte Diakonie-Gottesdienst der Immanuel Diakonie Group fand am Sonntag, den 13. Januar 2008 wieder in den Räumen der Trägergemeinde statt. Im Gottesdienst wurde besonders auf Bedeutung der Verbindung zwischen der Gemeinde und der Immanuel Diakonie Group eingegangen. Im Anschluss gab es im Gemeinderestaurant viele Möglichkeiten für ein zwangloses Begegnen und Kennenlernen.
Warum diakonisches Handeln?
Nach der Begrüßung, traditionellen Liedern, aber auch sehr modernen Stücken, las der Vorsitzende des Kuratoriums der Immanuel Diakonie Group, Jürgen Ross, den Psalm 138 vor. Der Psalm zeigt die Treue, den Mut und die Entschlossenheit des Königs von Israel. Jürgen Ross dankte Gott für seine Liebe zu den Menschen und seinen Segen. Dies umfasse auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedenen Bezügen und Einrichtungen der Immanuel Diakonie Group sowie Patienten, Bewohner und Ratsuchende.
In der Lesung wurde an die Grundlagen des christlichen Handelns und der diakonischen Arbeit, die sich als Auftrag daraus ergibt, erinnert: … denn mich hungerte, und ihr gabt mir zu essen; mich dürstete, und ihr tränktet mich; ich war Fremdling, und ihr nahmt mich auf; ich war nackt, und ihr bekleidetet mich; ich war krank, und ihr besuchtet mich; ich war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir … (Matthäus 25, 35)“.
60 Jahren für die Menschen
Die Immanuel Diakonie Group feierte Ende 2007 ihr 60 jähriges Jubiläum. Dies bedeutet, dass seit 60 Jahren Menschen Hilfe erfahren können, die Hilfe brauchen. Michael Noss, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Schöneberg, nahm als Grundlage seines Predigttextes den Psalm 103, 2: „Lobe den Herrn meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!“ Mit der Arbeit im Hospital Feierabendheim auf dem Gemeindegelände wurde im Dezember 1947 begonnen. Dies war der Grundstein für die Entwicklung der heutigen Immanuel Diakonie Group – der sogenannten institutionellen Diakonie der Gemeinde.
Vertrauen, Dankbarkeit, Mut, Offenheit
„Ohne Geschichte gibt es keine Zukunft. Im Rückblick entdecken wir die Segensspuren Gottes über unserem Handeln, aber auch möglicherweise Fehler. Das Gute der Vergangenheit gibt die Kraft für die Zukunft“, so Michael Noss. Wir brauchen für unsere Wegstrecke und Arbeit vier Dinge: Vertrauen, Dankbarkeit, Mut bzw. Courage sowie Offenheit. Gott hat uns dies mit unserem Leben in die Wiege gelegt. Es liegt auch an uns, gute Nachrichten zu sehen und dankbar zu sein für Freunde und Familie, für Frieden und Wohlstand, offen für Neues und auch Fremdes genauso wie für die Wahrheit selber zu sein.
Haben nicht die Mutigen die Welt verändert? Haben nicht auch viele Menschen Angst vor der eigenen Courage? Aber Vorbilder wie Martin Luther King und der gehörte Psalm aus der Bibel geben Mut. Wir brauchen mutige Menschen für die Veränderungen z. B. in den Krankenhäusern, im Gesundheitswesen, der Politik, Forschung und natürlich in der Gemeinde.“
Verband Evangelischer Krankenhäuser und stationärer Pflegeeinrichtungen in Berlin-Brandenburg Paulsenstr. 55/56 12163 Berlin Tel.: 030/82097-302
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