Am 7. November 2007 erhielt das Immanuel-Krankenhaus mit seinen beiden Klinikstandorten in Wannsee und Buch das Bronze-Zertifikat des Deutschen Netzes Rauchfreier Krankenhäuser verliehen. Die Drogenbeauftragten der Bun-desregierung und MdB, Frau Bätzing, übergab die Auszeichnung an die Rheumaklinik Berlin-Wannsee und Zentrum für Naturheilkunde sowie die Rheumaklinik Berlin-Buch. Die Einrichtungen erhielten das Zertifikat offiziell im Rahmen einer Informationsveranstaltung für rauchfreie Gesundheitseinrichtungen in der Charité verliehen. Somit sind alle Krankenhäuser der Immanuel Diakonie Group mit Bronze zertifiziert.
Insgesamt erhielten sieben Klinken das Bronzezertifikat und eine Klinik das Silber-Zertifikat. Dem Netzwerk gehören 136 Gesundheitseinrichtungen an, 70 davon haben das Bronze-Zertifikat, 16 das Silber-Zertifikat. Veranstalter waren das Deutsche Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser (DNGfK) und Deutschen Netzes Rauchfreier Krankenhäuser (DNRfK).
Der Tabakkonsum ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Geschätzt wird, dass mindestens 27 % der Erwachsenen in Deutschland rauchen. Das durchschnittliche Einstiegsalter in den Zigarettenkonsum liegt bei etwa 13 Jahren. Etwa 140.000 Menschen sterben jährlich an den direkten Folgen des Rauchens. Hinzu kommen rund 3.300 Nichtraucherinnen und Nichtraucher, die durch die Folgen des Passivrauchens sterben. Über 60 % der Patienten in Krankenhäusern wünschen sich während des Aufenthalts eine Beratung und Unterstützung. Gleichzeitig rauchen 32 % der Beschäftigten im Pflegedienst sowie der Hebammen. Handlungsbedarf bedarf besteht deshalb sowohl bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wegen des gesundheitspositiven Vorbildsverhaltens, welches die Patienten erwarten, als auch bei den Patienten selber.
Bronze wird für ein klares Engagement und stabile Arbeitsstrukturen bei der Umsetzung einer rauchfreien Klinik und bei der Tabakentwöhnung nach europäischen Standards verliehen. Um das Bronzezertifikat zu erhalten, haben beiden Kliniken multidisziplinäre Arbeitsgruppen, Schulungen und Angebote zur Nikotinentwöhnung eingerichtet. Die Arbeitsgruppe führte Mitarbeiterbefragungen und Ist-Analysen durch. Zusätzlich wurden Rauchfrei-Regelungen mit Beschilderungen umgesetzt und Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Neben der Fürsorge für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind Angebote für die Patienten von großer Bedeutung. In die Anamnese wird seit 2007 das Rauchverhalten aufgenommen. Auf Wunsch erhält der Patient eine Beratung, unterstützende Akupunktur, eine Unterrichtung im Umgang mit Niko-tinersatzpräparaten sowie weiterführende ambulante Angebote zu Raucherentwöhnungskursen.
Aus der Immanuel Diakonie Group erhielten neben dem Immanuel-Krankenhaus mit seinen beiden Standorten in Berlin, der Rheumaklinik Berlin-Buch sowie der Rheumaklinik Berlin-Wannsee und Zentrum für Naturheilkunde, auch das Evangelisch-Freikirchliche Krankenhaus und Herzzentrum Brandenburg in Bernau das Bronzezertifikat. Das Evangelisch-Freikirchliche Krankenhaus Rüdersdorf wurde bereits mit Bronze zertifiziert. Die Immanuel Diakonie Group beschäftigt in 11 Gesellschaften an rund 50 Standorten in Berlin, Brandenburg und Thüringen sowie Österreich rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (www.immanuel.de). Gesellschafterin ist die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Berlin-Schöneberg.
Verband Evangelischer Krankenhäuser und stationärer Pflegeeinrichtungen in Berlin-Brandenburg Paulsenstr. 55/56 12163 Berlin Tel.: 030/82097-302
URL: http://www.vekp.de/Navigation/Krankenhaeuser/Berlin/Einrichtungen/immanuel/VEK%20Pressemitteilung_1194437728