Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau eröffnet neuen Bereich mit Familienzimmern
(Berlin. 05.02.2007) Im Jahr 2006 erblickten 1627 Kinder im Krankenhaus an der Stadtrandstraße das Licht der Welt. Damit zählt das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau zu den größten Geburtskliniken in Berlin. Von heute an präsentiert sich die Geburtshilfe im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau mit einem neuen Konzept. Unter dem Motto „Rundum geborgen“ setzt die Klinik künftig auf mehr Raum für die Familie und eine größere Unterstützung für die frisch gebackenen Eltern.
Nach der Neugestaltung der ersten Wochenbettstation im Sommer 2006 ist nun der sechsmonatige, komplette Umbau eines weiteren Traktes abgeschlossen. Der neue Bereich teilt sich auf in sechs großzügig geschnittene, komfortable Familienzimmer mit jeweils 18 bis 20 Quadratmetern sowie vier „Ruhe- und Geburtsräumen“. In den Umbau der geburtshilflichen Abteilung zum Geburtszentrum investierte das Waldkrankenhaus rund 800 000 Euro.
„Mit unserem neuen Angebot richten wir uns an Frauen und ihre Familien, die eine natürliche und normale Geburt erwarten. Mit den neuen räumlichen Möglichkeiten schaffen wir für alle bei uns betreuten Frauen und Familien deutlich mehr Ruhe und Privatsphäre“, sagt Dr. Martina Dombrowski. Die Chefärztin der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe betont, dass sich der der neue Bereich durch eine intensive Hebammenbetreuung auszeichne. „Viele werdende Eltern sind dankbar für eine umfassende Unterstützung durch eine Hebamme. Sie hilft nicht nur bei der Vorbereitung auf die Geburt, sondern ist auch kompetente Ansprechpartnerin die Zeit danach“, betont Dombrowski. Für viele werdende Eltern ist das Hebammenhaus auf dem Gelände der Klinik auch erste Anlaufstelle für Fragen rund um die Geburt. Verschiedene Kurse wie Geburtsvorbereitung, Schwangerengymnastik, Akupunktur, Stillberatung und Säuglingspflege werden oft und gern belegt.
Für die Unterbringung in einem Familienzimmer entstehen dem Partner für eine Nacht und einen Tag mit kompletter Verpflegung 60 Euro, für das Geschwisterkind sind es 20 Euro. Auch auf der der anderen, neu gestalteten Wochenbettstation können Väter im Zimmer mit beherbergt werden. Nach den Modernisierungsmaßnahmen verteilen sich dort 24 Betten hauptsächlich auf Ein- und Zweibettzimmer.
Frauen mit schwierigem Geburtsverlauf, mit Kaiserschnittgeburten und Risikoschwangerschaften können bisher nicht in den Familienzimmern betreut werden, da sie einer intensiven ärztlichen Versorgung bedürfen. Dabei arbeitet die Geburtshilfe eng mit der Abteilung für Frühgeborene und kranke Neugeborene (Neonatologie) des Waldkrankenhauses zusammen. „Diese Zusammenarbeit kennzeichnet uns auch als Geburtszentrum“, erklärt Dombrowski. So können einerseits Risikoschwangere mit der Gefahr einer zu frühen Geburt bereits im Kreißsaal optimal versorgt werden, andererseits aber auch auf unvorhergesehene Komplikationen während der Geburt ohne Zeitverzug reagiert werden. Gemeinsame Besprechungen der Neugeborenen mit einem schwierigen gesundheitlichen Start ins Leben zwischen Kinderärzten, Ärzten der Geburtshilfe, Kinderkrankenschwestern und Hebammen sichern darüber hinaus eine bessere medizinische und pflegerische Betreuung der „Sorgenkinder“. Etwa 15 Prozent der im Waldkrankenhaus geborenen Kinder sind Patienten der Neonatologie.
Das Waldkrankenhaus bietet regelmäßig Informationsabende und Kreißsaalbesichtigungen an. Der nächste Infoabend findet am 15. Februar um 20:00 Uhr im Patientenzentrum der Klinik statt.
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