Zum 13. Mal hat der Lausitzer Kirchenbezirk der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) zu seinem jährlichen Regionalkirchentag eingeladen.
Ca. 200 Gemeindeglieder aus den sechs Kirchgemeinden sind der Einladung nach Guben gefolgt. Der Regionalkirchentag 2008 war verbunden mit der Feiere des 130. Jahresfester des Naemi-Wilke-Stiftes in Guben, das zum Lausitzer Kirchenbezirk gehört.
In dem Open-Air-Gottesdienst im Innenhof der Stiftung haben die Bläser aus Cottbus und Guben und Gäste der Gubener Klosterkirchgemeinde und der Gubener Musikschule unter der Leitung von Posaunenwart Köster (Berlin) ein herausragendes Programm zusammengestellt und den Festgottesdienst musikalisch geprägt.
Bei strahlendem Sonnenschein hat Diakoniedirektorin Barbara Hauschild (Dortmund) die Übergabe des Diakonissenvermächtnis, das schriftlich gefasste geistliche Erbe der Diakonissenschwesternschaft an den Stiftsvorstand liturgisch begleitet. Sie führte ach in diesem Gottesdienst drei Ehrenamtliche Krankenhaushelferinnen in ihre Aufgabe mit Gebet und Segen ein, die eben ihre zweijährige Ausbildung beendet hatten.
Die Predigt in diesem Gottesdienst hielt der Bischof der SELK Hans-Jörg Voigt (Hannover), der zugleich Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung ist. Er nahm mit einem fiktiven Zwiegespräch zwischen Petrus und Paulus das Proprium des Sonntages auf, an dem die Kirche an die Posten Petrus und Paulus erinnert und ermutigte zum weiten Horizont des Lebens, das Gott gestiftet hat.
Bei schönstem Sommerwetter tummelten sich die Gäste im Stiftsgelände beim obligatorischen Volleyballturnier der Lausitz, aus dem diesmal die Gemeinde Guben als Sieger hervorging. In dem von den Jugendlichen des Kirchenbezirkes vorbereitete Spiel „Der heiße Stuhl“ ging Pfr. Peter Wroblewski gegen den Superintendenten Michael Voigt als Sieger hervor.
Gäste aus Hongkong, die zusammen mit dem Missionsdirektor Markus Nietzke angereist waren, berichteten vom anderen Ende der Welt und ihrer Arbeit in der ehemaligen britischen Kronkolonie.
Stiftsralley, Gesprächsgruppen zum Diakonissenvermächtnis, Führungen durch das Stift Siegerehrung, und viel Musik begleiteten das fröhliche Fest des Kirchenbezirkes, dass von der örtlichen Kirchgemeinde und dem Naemi-Wilke-Stift intensiv vorbereitet worden war.
Weitere Informationen zum Jubiläums-Festakt: Zum 27.06.2008 hatte das Naemi-Wilke-Stift zum Festakt aus Anlass des 130-jährigen Bestehens der Stiftung und zum Gottesdienst mit Namensgebung und Einweihung neuer Räumlichkeiten für Arztpraxen im ehemaligen historischen Krankenhaus der Stiftung nach Guben eingeladen.
Staatssekretär Winfried Alber vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familien (MASGF) hatte die Festrede übernommen und die lange Geschichte der Stiftung und ihren heutigen wertgeschätzten Standort in der brandenburger Soziallandschaft nachgezeichnet und gewürdigt. Zahlreiche offizielle Gäste auch der benachbarten Krankenhäuser einschließlich des Krankenhauses in der polnischen Stadthälfte von Gubin waren der Einladung gefolgt. Musikalisch hat das Weigersdorfer Bläserquartett „3plus1“ durch das Festprogramm geführt.
Im Anschluss waren die Gäste zu einem Gottesdienst zur Namensgebung des Krankenhausaltbaus geladen. Im 100. Todesjahr des Stifters Friedrich Wilke hatte der Stiftsvorstand beschlossen, dem Krankenhaus, das noch vom Stifter gebaut und finanziert worden war, seinen Namen zu geben. Zugleich wird as Haus schrittweise umgewidmet vom bisherigen stationären Bettenhaus hin zu einem Haus mit Arztpraxen der Medizinischen Einrichtungsgesellschaft mbH, einer Tochtergesellschaft des Naemi-Wilke-Stiftes. Eine erste Etage ist im Frühjahr 2008 fertig gestellt worden und in Betrieb gegangen. Dafür hat die versammelte Gemeinde Gottes Segen erbeten.
Mit einem Tag der Offenen Tür und einem Konzert unter dem Titel „Ostpoesie“ mit Rock- und Pop-Songs aus den 70er und 80er Jahren der DDR-Musikszene waren Mitarbeitende und die Gubener Öffentlichkeit angesprochen.
Der Folgetag führte Mitarbeitende und Gäste in einem „Betriebsausflug“ auf den „Spuren der Stiftsgeschichte“ nach Dresden. Aus der Dresdner Diakonissenanstalt stammten einst die ersten Gubener Diakonissen. Mit einer Führung durch die heutige Diakonissenanstalt durch den dortigen Rektor begann der Tag in Dresden. Später besichtigte die 50-köpfige Reisegruppe die Gläserne Manufaktur des VW-Konzerns in Dresden, in der der „Phaeton“, der Oberklassewagen von VW gefertigt wird. Kreuzkirchenführung und Blick vom Kreuzkirchenturm über das sommerliche Dresden eröffneten eine Stadtbesichtigung nach eigenem Geschmack, bis sich die Reisegruppe am Abend noch für drei Stunden auf eine Jazz-Dampferfahrt auf der Elbe begab.
Kontakt: Naemi-Wilke-Stift Krankenhaus und Lutherische Diakonissen-Anstalt Kirchliche Stiftung in der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche Rektor: Pastor Stefan Süß Verwaltungsdirektor: Gottfried Hain Tel.: 03561 403 160 Fax: 03561 403 225 E-Mail: stiftssekretariat@naemi-wilke-stift.de www.naemi-wilke-stift.de
Verband Evangelischer Krankenhäuser und stationärer Pflegeeinrichtungen in Berlin-Brandenburg Paulsenstr. 55/56 12163 Berlin Tel.: 030/82097-302
URL: http://www.vekp.de/Navigation/Krankenhaeuser/Brandenburg/Einrichtungen/naemi-wilke-stift/PM%20080704_01